Das KJP-JAHR 2015/16

 

8. Caritas-Jugendforum in der Klinge

»Wir sprechen mit«

 

Am 15. Juli 2015 fand im Kinder- und Jugenddorf Klinge das 8. Caritas-Jugendforum statt, diesmal unter dem Thema »Wir sprechen mit«. Eingeladen waren alle Gruppensprecher(innen), Kinder- und Jugendvertreter(innen) und Beiräte in Einrichtungen der Jugendhilfe der Caritas in Baden-Württemberg. In diesem Jahr nahmen 184 Kinder und Jugendliche mit ihren Begleitpersonen an diesem Forum teil. Sie reisten aus 24 verschiedenen Einrichtungen aus ganz Baden-Württemberg an, um sich mit ihren »Mitstreitern« auszutauschen und einander kennenzulernen. Diejenigen unter ihnen, die eine weite Anfahrt auf sich nehmen mussten, nahmen die Gelegenheit wahr und reisten einen Tag vorher an und übernachteten im Kinderdorf. Zusammen mit dem Kinder- und Jugendparlament der Klinge verbrachten sie so bereits am Vorabend einige schöne Stunden mit Grillen, Musikhören und Billardspiel.
Hauptverantwortliche für diese Veranstaltung waren Frau Sabine Triska vom Diözesanverband Freiburg und Herr Hans-Peter Häußermann vom Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart. Beide führten an diesem Tag durchs Programm und moderierten ebenso souverän die gelungene Abschlusspräsentation.
Bereits am frühen Morgen begannen die Vorbereitungen im Dorf. Ab 9 Uhr begrüßten wir die ersten Gäste zu einem Brezelfrühstück. Danach wurde die Veranstaltung in der St. Bernhard-Kirche eröffnet. Dort begrüßten Frau Triska und Herr Häußermann sowie der Dorfleiter der Klinge, Herr G. Parstorfer, die große Zahl der Angereisten, die den gesamten Kirchenraum füllten. Nach der Vorstellung der einzelnen Delegationen wurde sofort ins Programm gestartet.
Wie in jedem Jahr standen auch in diesem Jahr wieder die Workshops, die von Jugendlichen für Jugendliche gestaltet worden waren, im Mittelpunkt des Treffens. Ziel der Workshops ist es, den Kindern und Jugendlichen Raum zu geben, um allgemein interessierende Fragen zu klären, Erfahrungen auszutauschen und einander Ideen und Anregungen mitzugeben.
In diesem Jahr wurden vor allem diese Themen angeboten: Nutzung von Medien, Willkommen in Deutschland Kennenlernen mit Händen und Füßen, Umgang mit Handy und Internet, Beteiligung im Freizeitbereich, Sucht und Abhängigkeiten, Verwaltung von Finanzen, Nachhaltigkeit des Jugendforums sowie das Thema »Was darf ein Erzieher und was nicht?«.
Auch für die erwachsenen Begleitpersonen wurde ein separater Workshop angeboten. Hier stellte Frau Rebecca Schmolke vom Institut für Sozialpädagogische Forschung in Mainz ausgewählte Ergebnisse des Forschungsprojektes »Beteiligung leben« mit anschließender Diskussion vor.
Am Nachmittag griffen Ann-Katrin Maier und Carsten Budau, Vertrauenserzieher aus dem Kinder- und Familienzentrum St. Augustinus in Freiburg, das Praxisthema »Rahmenbedingungen für eine Nachhaltigkeit in der Arbeit mit Kinderrechten« auf.
Nachdem diese zehn Workshops dem Publikum noch einmal kurz vorgestellt worden waren, führten die ortskundigen »Guides« des Kinder- und Jugenddorfes Klinge die Teilnehmer zu ihren Workshop-Räumen. Diese waren über das ganze Gelände des Kinderdorfs verteilt, so dass man viel von unserer Einrichtung sehen bzw. kennenlernen konnte.
In den darauf folgenden Stunden, mit einer einstündigen Mittagspause mit leckerem gemeinsamen Essen im Klingeforum, wurde in den Workshops nun diskutiert, besprochen, nachgedacht, sich ausgetauscht, Ideen entwickelt und gemeinsam an dem jeweiligen Thema gearbeitet. Die Jugendlichen moderierten dabei größtenteils selbst oder mit der Unterstützung von Erwachsenen. Sie hatten sich zuvor gut auf ihre Themen vorbereitet, und so war es nicht überraschend, dass es auch in diesem Jahr wieder allen Gruppen gelang, in der großen Abschlusspräsentation eine Ergebnisdokumentation vorzustellen.
Diese Präsentation fand im großen Bernhard-Saal der Klinge statt. Dazu war auch Herr Michael Riehle vom Landesjugendamt Stuttgart eingeladen, der bereitwillig die aufgekommenen Fragen der Jugendlichen beantwortete oder zu manchen Themen, so zum Beispiel zu der Frage nach mehr Taschengeld, Stellung bezog und Erklärungen lieferte.
Die Präsentation der Ergebnisse dieser Workshops wurde erstmalig von den Arbeitstischen aus vorgenommen. Die Jugendlichen präsentierten selbstständig ihre Ergebnisse, ließen Raum für Fragen, stellten die Inhalte offen zur Diskussion und gingen gezielt auf die Anregungen des Außenkreises ein. Durch die Moderation von Frau Triska und Herrn Häußermann gestaltete sich eine abwechslungsreiche Vorstellung, aus der jeder Jugendliche und auch die Mitarbeiter neue Erkenntnisse mitnehmen konnten.
Zum Abschluss der Veranstaltung bot Mary Brown vom Kinder- und Jugenddorf Klinge noch eine gelungene Gesangsvorstellung. Danach verabschiedeten sich die Gäste wieder in alle Richtungen, und viele freuen sich schon jetzt auf das neunte Caritas-Jugendforum im nächsten Jahr.

 

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