Foto: Peter Schmackeit

Die Pastoral bezieht sich nicht nur auf die ca. 100 katholischen Mitglieder der Pfarrei. Auf dem Hintergrund der christlichen Werteordnung und des daraus erwachsenen Menschenbildes werden alle im Kinder- und Jugenddorf lebenden Kinder und Jugendlichen sowie die hier wohnenden oder tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch wenn sie einer anderen oder gar keiner Glaubensgemeinschaft angehören, angenommen und respektiert.

Das Pfarrei-Leben orientiert sich am kirchlichen Jahreskreis und wird geleitet von den zuständigen Pfarrern, zusammen mit den Pfarrgemeinderäten.

Besondere religiöse Höhepunkte sind die Klinge-Wallfahrt am 1. Montag im Mai, die Gottesdienste am Klingefest, die Feier von Erstkommunion, Firmung und Konfirmation, die verschiedenen Schulgottesdienste, die Ausgestaltung der Fastenzeit und Adventszeit und das Pfarrfest im Oktober.


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  Geschichte

Heinrich MagnaniPfarrer Heinrich Magnani, der das Kinderdorf im Jahr 1951 gegründet hatte, betreute als Seelsorger der unweit gelegenen Gemeinde Hettingen auch die Klinge von Anfang an mit. Als 1955 im damaligen "Jugenddorf" die Pfarrkuratie St. Bernhard errichtet wurde, übernahm er auch offiziell deren Leitung. Im selben Jahr wurde das schlichte Gotteshaus eingeweiht, ein charakteristisches Beispiel für eine Siedlungskirche jener Zeit. In der Folge baute Pfarrer Magnani ein kirchliches Gemeindeleben auf und sorgte in allen Bereichen für die pastorale Betreuung der Kinder und Jugendlichen sowie der stattlichen Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Herbert Duffner1969 übernahm als sein Nachfolger Pfarrer Herbert Duffner die Leitung des Kinderdorfs und der Kuratie, unterstützt zunächst durch Frau Elfriede Czieborowski, die schon Pfarrer Magnani viele Jahre im Pfarrbüro zur Seite gestanden hatte. Danach war Frau Gabriele Herrschaft lange Zeit bis in das Jahr 2000 als Pfarrer Duffners rechte Hand für die vielfältigen Aufgabenbereiche des Pfarrsekretariats zuständig und verantwortlich.

Als im Jahr 2000 Herr Pfarrer Duffner nach 30-jähriger Tätigkeit als Seelsorger und Dorfleiter in den Ruhestand ging und Frau Herrschaft aus privaten Gründen ebenfalls das Kinderdorf verließ, wurde die Pfarrkuratie Pfarrer Thomas M. Maier, Osterburken, zugeordnet. Für die Klinge-Kuratie wurde mit Dienstort in der Klinge Diakon Manfred Glittenberg eingesetzt. Sein Arbeitsgebiet erstreckte sich zur einen Hälfte auf das Kinderdorf, zur anderen auf die Seelsorgeeinheit Adelsheim-Osterburken-Seckach, der die Kuratie des Kinder- und Jugenddorfes angehört.

Seit 2004 sind die Leiter der Seelsorgeeinheit Martin Drathschmidt und Andreas Schneider die zuständigen Pfarrer.

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  Kunstwerke

Im Kinder- und Jugenddorf Klinge wurden zahlreiche Kunstwerke in den Alltag des Dorfes integriert. Diese Kunstwerke wollen auf anschauliche Weise Antworten geben auf Fragen nach Grundwerten und Grundhaltungen.
1976 schenkte der Maler und Bildhauer Professor Emil Wachter dem Kinderdorf in Anlehnung an den Brauch der Bildstöcke des hiesigen "Madonnenländchens" elf Bildsteine aus Beton. Er wollte mit diesen Steinen helfen, das Zusammenleben in unserer kleinen Dorfgemeinschaft menschlich zu gestalten.

Foto: Peter SchmackeitIn den Jahren 1980/81 wurde die Kirche von Grund auf renoviert. Emil Wachter schuf sowohl das neue Chorfenster, das die Heilsgeschichte mit Noah zum Thema hat, als auch den neuen Altar sowie die liturgische Ausstattung des Altarraums und des Chores. Weitere Kunstwerke, teilweise gestiftet, schmücken das Gotteshaus.

Das bronzene Eingangsportal mit den beiden großen Türflügeln wurde 1993 von dem Schonacher Künstler Professor Klaus Ringwald geschaffen. Ausgehend von dem Gedanken, daß Türen seit der Antike zum besonderen Ort der Botschaft geworden sind, wird hier das Thema "Flucht und Bergung", dem sich die Klinge seit ihren Anfängen während fünf Jahrzehnten in vielfältigen Aufgabenbereichen Foto: Peter Schmackeitgestellt hat, in den 16 Bildtafeln in beeindruckender Weise dargestellt.

Dank einer großherzigen Stifterin, die inzwischen verstorben ist und auf unserem Klinge-Friedhof die letzte Ruhe gefunden hat, konnte dieses außergewöhnliche Portal geschaffen werden.

Der kleine Friedhof liegt gegenüber Emil Wachters Stein "Noahs Grab". Von Klaus Ringwald stammt die nach der Umgestaltung der Grabanlagen 1983 geschaffene Gedenkplatte für Pfarrer Heinrich Magnani, den Gründer des Kinder- und Jugenddorfes, dessen Bildnis in einem Medaillon festgehalten ist.

Eine ausführliche Beschreibung über die geschichtliche Entwicklung der Pfarrkuratie St. Bernhard und der Kunstwerke findet man im Kunstführer des Kinder- und Jugenddorfes Klinge, erhältlich am Schriftenstand in der Kirche oder an der Telefonzentrale der Verwaltung.
(Siehe auch "Infomaterial")

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  Geistliche Wege

Sieben Mappen, welche die Kunstwerke geistlich erschließen und von Station zu Station weisen, wurden erstellt:
Der blaue Weg mit dem Titel "Wasser ist Leben" führt über fünf Stationen. Der "rote" Weg trägt die Überschrift "Gelebte Diakonie", der "grüne" Weg heißt "Schöpfung bewahren". Der "gelbe" Weg "Persönlichkeiten - Vorbilder des Glaubens" beleuchtet Leben und Leistung von Maximilian Kolbe. Die drei restlichen Wege sind Symbolwege: "Unterwegs", "Stufen des Lebens" und "Judentum". (Weitere Infos)

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  Bezugsperson / Ansprechpartner:

Zuständige Pfarrer:
Martin Drathschmidt, Tel. 06291 / 411-40, Fax-Nr.: 06291/ 411-50, Turmstr. 2, 74706 Osterburken
Andreas Schneider, Tel. 06291 / 1356, Fax-Nr.: 06291 / 7514, Lachenstraße 18, 74740 Adelsheim

Pfarrbüro:
Klingestraße 30, 74743 Seckach-Klinge, Tel. 06292 / 78-212, Fax-Nr.: 06292 / 78 299, E-mail: st.bernhard@klinge-seckach.de
Gaby Haas, Pfarrsekretärin
Öffnungszeiten:
Dienstag von 15 - 16 Uhr, Donnerstag von 14 - 16 Uhr

Homepage der Seelsorgeeinheit: www.seelsorgeeinheit-adelsheim-osterburken-seckach.de

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